„Das Licht verstehen“- Lichtsetzung in der Portrait- und Produktfotografie

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Die Lichtsetzungstabelle

Eine meiner ersten Aufgaben im Studio zum Thema Lichtsetzung, an der ich allein arbeiten durfte war die Lichtsetzungstabelle. Und das war beim besten Willen keine kleine Aufgabe. Bei dieser Aktion ging es darum “Das Licht zu verstehen”. Hilfe bekam ich dazu von unserer treuesten Mitarbeiterin Uschi aus New York. Sie ist seit Eröffnung des Studios (2008) mit dabei und schiebt Überstunde um Überstunde. Manchmal ist sie etwas steif, aber gerade bei diesem Shooting war sie mir besonders hilfreich.

Das Prinzip der verschiedenen Setups ist “Lampe für Lampe” zu verstehen. Beginnend mit einer Lampe baute ich Foto für Foto komplexere Setups auf und stellte die Vorgaben nach.
“Hauptlicht oder auch Führungslicht genannt, dann Effektlicht oder auch Spot, Aufheller, Reflektor dazu und und und…
Ob Striplight oder Octabox, ich arbeitete mich einmal durch das gesamte Lichtequipment. Schließlich endete ich mit einem dramatischen Setup bunter Lichter, Effekt-Spots und einem Haufen Daten auf der Speicherkarte.

In der Bearbeitung lernte ich direkt die nächste Lektion in Sachen Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop und das Zusammenstellen von Collagen. Auch das Einfügen von Texten und das Arbeiten mit Hilfslinien in Photoshop war neu für mich.
Aber am Ende zahlte sich die ganze Arbeit aus, denn nun ziert unsere Tür von Studio Eins ein Poster mit “Uschis Tabelle der professionellen Studiobeleuchtung”. Und ich bin schon zufrieden, mich auf diese Art verewigt haben zu können.

Lichtsetzung in der Produktfotografie

Da Personenfotografie nun jedoch etwas komplett anderes ist als Produktfotografie, gibt es in meinem Alltag oft andere Dinge zu beachten, was Lichtsetzung angeht. Ein Werbefoto sollte nicht “dramatisch” aussehen. Es sei denn es ist ein ambientes Foto oder eine ganze Reihe aufwendiger Außenaufnahmen mit Modell und allem drum und dran.

Doch mit irgend etwas muss man auch sein Geld verdienen. Neutrale Ausleuchtung, korrekte Farben und möglichst vorteilhaft um etwaige Makel zu kaschieren. Dabei ist immer abzuschätzen ob es nun sinnvoll ist sich die Korrekturen für die Nachbearbeitung aufzuheben oder ob ein kleiner Handgriff das Problem schon fotografisch lösen könnte. Eine Softbox drehen, den Winkel des Produkts verändern. Eine Lampe an unserem an der Decke befestigten Schienensystem mit Pantographen nach oben schieben oder runter ziehen. Vielleicht ist auch ein anderer Lichtformer nötig, um eine bestimmte Produkteigenschaft zur Geltung zu bringen. Und dann geht es an die Massenproduktion. Oberflächen verhalten sich unterschiedlich, darum dauert das erste Bild immer am längsten. Da ist man morgens um 9 Uhr schonmal bis zur Mittagspause beschäftigt bis die Bilder im Kasten sind.

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