Freistellen – Verschiedene Techniken

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Verschiedene Produkte freistellen, verschiedene Methoden

Hinter dem weißen und transparenten Freistellen steht immer auch ein Tool und eine Methode ein Objekt vom Hinter- bzw Untergrund zu “lösen”. Nicht jede Strategie bietet sich an um eine realistische Auswahl zu treffen. Auch wenn Photoshop in ständiger Bearbeitung ist und mit jedem Update neue verblüffende Verbesserungen bringt. Zum Beispiel das “Gesichtsbasierte Verflüssigen” oder dem Bereichsreperaturpinsel, der im Vergleich zu früher einen riesigen Sprung gemacht hat. Trotzdem bleibt ein großer Anteil “Handarbeit und Fingerfertigkeit”, um einen perfekten Freisteller zu erzeugen.

Welche Möglichkeiten zum Freistellen habe ich?

Abhängig davon, welche Form freizustellen ist (ob gerade Kanten oder viele Details, einfarbig oder bunt) muss man manchmal vielleicht verschiedene Methoden ausprobieren. Auch die Kombination zweier Tools ist nicht ausgeschlossen.

  1. Kleidung

    Bei Kleidungsstücken wie Legeware ist zu beachten, dass vor der Freistellung die Korrekturen von Ungleichmäßigkeiten durch den Filter “Verflüssigen” vorgenommen werden müssen. Dies ist mit einem weißem Untergrund einfacher als mit transparentem Umfeld, und macht die Freistellung einfacher. Meist handelt es sich bei diesen Aufnahmen um Fotos mit guten Kontrasten: Dunkle bzw. farbige Textilien auf weißem Untergrund. Sobald das Wort “Kontraste” fällt sollten bei dem Bildbearbeiter die Alarmglocken angehen und der Mauszeiger zum “Schnellauswahlwerkzeug” huschen. Diese Technik erfordert nur einige Mausklicks und Photoshop erstellt automatisch eine Auswahl. Das kann gut funktionieren, doch es funktioniert nicht in allen Fällen. Sollten Korrekturen der Auswahl erforderlich sein oder die Kanten angepasst werden gibt es die Option “Auswählen und maskieren” (Früher: Kanten verbessern). Hier kann man Härte der Kante und Kontrast einstellen sowie die Kante verschieben.

  2. Gerade Kanten/ Technische Einzelteile

    Ein Nachteil des Schnellauswahlwerkzeugs ist, dass gerade Kanten nicht optimal dargestellt werden. So entstehen unschöne Übergänge und “Stufen”. Was Abhilfe schafft ist der Zeichenstift. Dies ist kein Stift im engeren Sinne, man muss nicht pixelgenau an den Konturen des Produktes entlang fahren. Es ist ein Tool mit dem man einzelne Punkte setzen kann, die sich miteinander verbinden. Im Gegensatz zum klassischen “Punkte verbinden”, wie wir es von früher kennen, gibt es bei Photoshop auch die Möglichkeit durch Klicken und Ziehen Kurven zu erzeugen und an die Kanten anzupassen. Dieses Tool ist am präzisesten jedoch muss es manuell bedient werden und nicht jeder Bildbearbeiter ist dabei gleich schnell bei der Arbeit.

  3. Farbauswahl

    Die Farbauswahl bietet sich bei Objekten an, die -wie der Name schon sagt, einfarbig sind. Wichtig ist dabei, dass sich das Motiv ausreichend vom Hintergrund abhebt. Anpassungen können durch Klicken mit der Pipette vorgenommen werden ,oder nachdem die Auswahl getroffen wurde, mit dem Schnellauswahl Pinsel. Mit gedrückter “ALT”-Taste (Es erscheint ein Minus Zeichen am Maus Zeiger) und Klicken kann eine zuvor getroffene Auswahl aufgehoben werden.

Tipps und Tricks

Auswahlen kombinieren -Das geht! Wenn beispielsweise schon eine Auswahl getroffen ist, wie mit dem Schnellauswahlwerkzeug, kann mit dem Zeichenstift trotzdem ein Pfad erstellt werden. Und dann? Um die Auswahl zu erstellen ist ein Rechtsklick erforderlich. Unter “Auswahl erstellen” gibt es nun verschiedene Möglichkeiten unter anderem “Zu Auswahl hinzufügen” oder von “Auswahl subtrahieren”. Es lohnt sich vor dem Freistellen darüber nachzudenken, wie man am einfachsten eine solche Auswahl erstellen kann. Hierzu muss man die Form und Beschaffenheit des Objekts begreifen.

Generell ist es jederzeit Möglich eine bereits erstellte Auswahl  -egal mit welchem Tool, mit dem Schnellauswahlwerkzeug Bereiche hinzuzufügen oder zu “subtrahieren”.

Wenn Kanten nicht gut genug zu erkennen sind hilft es manchmal eine Korrekturebene zu erstellen und ein bisschen an Helligkeit und Kontrast zu drehen. Nach der Selektion kann die Ebene gelöscht werden und das Originalbild bleibt erhalten.

Mit einer Maske kann man ebenfalls eine Freistellung erzeugen. Sie kann jederzeit bearbeitet werden und die Härte und Größe des Pinsels kann individuell eingestellt werden. Schwarze Stellen=Nicht sichtbar, Weiß=Sichtbarer Bereich.

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